2. Offener Brief an die Stadt Wuppertal

An den Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal Herrn Andreas Mucke, Herrn Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig, Herrn Beigeordneten Dr. Stefan Kühn

Sehr geehrte Herren,
erneut machen wir Sie auf die kitastrophale Lage unserer Kitas aufmerksam. Im Blick auf die Gesetzeslage in NRW können wir nur aus unserem ersten Brief vom 23. April zitieren:

"Gemeinsam warten wir auf eine Neufassung des Kinderbildungsgesetzes, die hoffentlich in den nächsten Monaten auf den Weg gebracht wird. Bis zum Inkrafttreten wird allerdings noch viel Wasser die Wupper hinunterfließen… Wie bereits seit Jahren eingefordert, erwarten wir unabhängig von einer Gesetzesrevision nun endlich die Übernahme der Trägeranteile durch die Stadt Wuppertal. Dieses ist in anderen NRW Kommunen - auch unter Haushaltssicherung - üblich. Und so praktizieren Sie es selbst immer schon in Ihren eigenen Kitas sowie seit einigen Monaten auch in allen neuen Kitagruppen Wuppertals."

Es sind zwischenzeitlich wieder kostbare Wochen verstrichen, ohne dass eine offizielle Reaktion von Seiten der Stadt Wuppertal erfolgt ist. Wir haben deshalb eine zweite Informationskampagne gestartet und fordern Sie auf: Sprechen Sie mit besorgten Eltern, sprechen Sie mit besorgten Erzieherinnen und Erziehern, sprechen Sie mit besorgten Bürgern, die es nicht verstehen, dass die Stadt Wuppertal viel Geld ausgibt, um selbst Kitas zu unterhalten, anstatt die freien Träger zu unterstützen, die in vielen Jahren gezeigt haben: Wir sind verlässliche Partner für die Stadt, für die Eltern und ihre Kinder.

Sprechen Sie mit uns als Diakonie der Evangelischen Kirche, damit wir auch weiterhin diese wertvolle Arbeit für die Zukunft unserer Stadt leisten können. Kommen Sie zu unserer Kundgebung am 12. Mai um 14.30 Uhr auf den Kirchplatz in Elberfeld und stellen Sie sich den besorgten Fragen.

Mit freundlichem Grüßen

Dr. Martin Hamburger
Diakoniedirektor

Thomas Bartsch / Ulrich Liebner
Geschäftsführung
Diakonie Wuppertal - Evangelische Kindertagesstätten gGmbH

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